Terrazzoboden

Terrazzo ist die Bezeichnung für einen bereits seit der Antike bekannten Bodenbelag, der durch das direkte Auftragen dekorativer, oft farbiger Zuschlagsstoffe auf eine meist zementgebundene Estrich-Unterlage mit dieser eine Einheit bildet und im Anschluss an die Trocknung durch Schleifen und Polieren seine endgültige glänzende oder matte Oberfläche erhält. 

Terrazzoböden gab es bereits in der griechischen und römischen Antike, womöglich noch früher. Während der römischen Kaiserzeit erlebte diese Art des Bodenbelages eine Blüte. Terrazzoböden wurden in einigen Regionen universell eingesetzt. Sie fanden sich in hervorragender künstlerischer Ausführung wie auch in einfacher Machart, sowohl in den Städten und Dörfern, als auch in den Landgütern der Provinzen. Daneben setzte auch die römische Armee auf die Strapazierfähigkeit dieses Bodenbelags und verwendete ihn teilweise selbst in kleinen Militärposten entlang der Grenzen. 

Eine erneute Blüte erlebte Terrazzo in Italien oder Renaissance, beispielhaft etwa in den Palästen Venedigs. In Italien wurde er früher "composto terrazzo marmorino" genannt. Heute heißt Terrazzo dort allgemein "Terrazzo alla veneziana", weil er im Gebiet von Venedig und Triest häufig historisch verbaut wurde.

Terrazzo besitzt gegenüber anderen Belägen meist Vorteile in Bezug der Tragfähigkeit, Gebrauchstauglichkeit und vor allem Lebensdauer. Er besteht aus mineralischen Werkstoffen, nimmt kaum Wasser auf und die sichtbare Oberfläche ist relativ dick. Die Werkstoffauswahl beeinflusst Härte und Resistenz im Einzelfall. Zudem besteht wie bei einem Parkettboden die Möglichkeit zur regelmäßigen Aufarbeitung der Oberfläche. 

Echter, traditioneller Terrazzo wird vor Ort aus Bindemitteln und Zuschlagstoffen trocken gemischt, mit Wasser und hydraulischen Kalken oder Zement vermengt und auf die zuvor hergestellte Estrichoberfläche aufgebracht. Durch Mischung aus gegebenenfalls eingefärbtem Bindemittel und verschiedenfarbigen Zuschlägen kann die Farbigkeit des Bodens beeinflusst werden.

Bis zum ersten Schliff ist eine Abbinde- und Ruhezeit erforderlich. Zuvor können Vertiefungen und Fehlstellen mit Spachtelmasse ausgeglichen werden. Zur Verfeinerung und Verstärkung des Glanzeffektes sind weitere Spachtelungen und Schliffe möglich. Durch Schleifen werden die Körner der Zuschläge sichtbar und bestimmen so das Erscheinungsbild des Bodens.

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